keyvisual Bibliothek

Sie haben Fragen oder benötigen detaillierte Informationen zum Thema Deponie? Dann sind Sie hier an der richtigen Stelle

Wir haben die Antworten auf Ihre Fragen

Natürlich wirft der Deponiebetrieb unweigerlich Fragen zu Organisation, Konstruktion und Betrieb auf. In den nachfolgenden Abschnitten beantworten wir die am häufigsten gestellten Fragen, um für möglichst viel Transparenz zu sorgen.

Welche Art von Abfall wird auf der Zentraldeponie Hubbelrath eingebaut?

Für jede Deponie wird von der zuständigen Behörde ein Abfallkatalog festgelegt. Die darin genannten Abfälle dürfen abgelagert werden. Grundsätzlich dürfen seit dem 31.05.2005 nur noch vorbehandelte Abfälle auf Deponien abgelagert werden.

zdh content fragenantworten 01

Gibt es Verunreinigungen durch den aktuellen Deponiebetrieb?

Der vorbehandelte Abfall wird mit LKW zur Deponie transportiert, dort abgeladen und eingebaut. Bei diesen Vorgängen kann es zu Staubaufwirbelungen oder Verunreinigungen der Straße durch die LKW kommen. Dem wird vorgebeugt, indem die Fahrwege innerhalb des Deponiegeländes regelmäßig bewässert werden, dadurch wird der Staub gebunden. Je nach Wetterlage sind Verwehungen auf dem Deponiekörper möglich, die durch temporäre Abdeckungen und umlaufende Randwälle minimiert werden.
Das Niederschlagswasser, das auf den offen liegenden Deponiekörper trifft, wird gesondert aufgefangen und zur Kläranlage Düsseldorf-Süd gebracht. Es ist damit sichergestellt, dass dieses Sickerwasser nicht in das Grundwasser gelangt und sich nicht mit unbelastetem Oberflächenwasser vermischt.
Unbelastetes Oberflächenwasser wird durch ein Absetz- und ein Retentionsbecken gedrosselt in den Hubbelrather Bach geleitet und so dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt.

Kann das Grundwasser durch die Deponie verunreinigt werden?

Eine Verunreinigung des Grundwassers ist nur möglich, wenn das Sickerwasser aus dem Deponiekörper durch die Basisabdichtung hindurch ins Grundwasser gelangt. Um die Gefahr einer solchen Verunreinigung zu minimieren, wurden und werden die gesetzlichen Verordnungen und Richtlinien immer wieder auf Basis neuester Erkenntnisse angepasst. Die technischen Anforderungen an die Bauart und an die Eigenschaften wie z. B. die Durchlässigkeit wurden erhöht und einem strengen Kontrollsystem unterworfen.
Der aktuelle Verfüllabschnitt der Deponie Hubbelrath besitzt eine zeitgemäße Basisabdichtung nach den neuesten Vorschriften und dem aktuellen Stand der Technik.
Beim Altteil aus den 1970er-Jahren wurde der natürlich anstehende Lehm in seinen Eigenschaften verbessert, das heißt, die Durchlässigkeit wurde durch Zugabe von Kalkhydrat und Wasserglas verringert. Diese Bauweise entspricht allerdings nicht den heutigen Anforderungen an eine Basisabdichtung und in diesen Altbereichen ist ein Durchsickern von Sickerwasser tendenziell möglich. mehr

Können sich schädliche Gase bilden?

Das sogenannte Deponiegas entsteht durch den bakteriologischen und chemischen Abbauprozess von organischen Inhaltsstoffen im Abfall. Hauptbestandteile von Deponiegas sind Methan und Kohlenstoffdioxid, Anteile von Schwefelwasserstoff sind verantwortlich für den typischen Deponiegeruch. Methan ist ein hoch explosives Gas, das in der Vergangenheit unkontrollierbare Deponiebrände verursacht hat.
Seit dem 31.05.2005 ist deswegen die Ablagerung von unbehandeltem Abfall (also auch Abfall mit organischen Bestandteilen) in Deutschland verboten. Schon weit früher, seit Mitte 1996, durften auf der Zentraldeponie Hubbelrath nur noch Abfälle mit deutlich begrenztem organischem Gehalt abgelagert werden.
Aufgrund eines höheren organischen Anteils im abgelagerten Abfall des Altteils ensteht hier - allerdings in stetig abnehmender Konzentration - noch Deponiegas. Dieses wird über Gasdränagen und Brunnen aktiv abgesaugt, gelangt in eine Verdichterstation und wird durch einen Biofilter geleitet.
In den neueren Deponieabschnitten der nördlichen Erweiterung entsteht kein Deponiegas. Denn die nach heutigen Vorgaben für die Ablagerung zugelassenen Abfälle lassen kein Deponiegas mehr entstehen.

Wie geht es mit der Zentraldeponie Hubbelrath weiter?

Der aktuelle Deponieabschnitt bietet ein Verfüllvolumen, das bis ca. Ende 2018 ausgeschöpft sein wird. Aber auch darüber hinaus werden Ablagerungskapazitäten von DK-II-Abfällen dringend benötigt. Aus diesem Grund wird die Möglichkeit einer Erweiterung der Deponie nach Süden untersucht.

Warum soll die Zentraldeponie Hubbelrath erweitert werden?

Die einzelnen Bundesländer sind zur Aufstellung von Abfallwirtschaftsplänen verpflichtet. In diesen Abfallwirtschaftsplänen wird das Abfallaufkommen für die nächsten zehn Jahre prognostiziert und mit diesen Ergebnissen wird das notwendige Deponievolumen ausgewiesen. Die Entsorgungssicherheit muss ortsnah zur Entstehung des Abfalls gewährleistet sein (Grundsatz der Nähe). Neben der Zentraldeponie Hubbelrath stehen im Regierungsbezirk Düsseldorf nur noch zwei weitere DK-II-Deponien zur Verfügung, die allerdings in 50-60 km Entfernung liegen. Ein Transport der Abfälle dorthin widerspricht dem Grundsatz der Nähe. Eine DK-II-Deponie in unmittelbarer Umgebung zu Düsseldorf ist also erforderlich, und ein Weiterbetrieb der bestehenden Zentraldeponie Hubbelrath ist unter Berücksichtigung der Ressourcenschonung einer kompletten neuen Deponie an anderer Stelle vorzuziehen.

Wie sieht die Deponie nach der Rekultivierung aus?

Da steile und technisch angelegte Böschungen als störend im Landschaftsbild wahrgenommen werden, werden die Böschungen des Deponiekörpers modelliert und sanft geschwungen der umgebenden Landschaft angepasst. Als höchster Punkt bleibt die jetzt bereits vorhandene Kuppe bestehen, d.h. die Deponie wird nicht mehr höher werden. Die Oberfläche wird mit einer Abdichtung versehen, darauf wird für die Rekultivierung Boden in einer Dicke von mindestens einem Meter eingebaut. Die Flächen werden begrünt durch Ansaat, Strauch- und Heckenpflanzungen, so dass eine Wacholderheide entsteht. Baumpflanzungen sind aufgrund des Wurzelwachstums nur in ausgewählten Bereichen möglich. Erklärtes Ziel ist es, den Deponiekörper harmonisch in die Landschaft einzubinden und die vorhandenen kleinteiligen Geländestrukturen weiterzuführen.