keyvisual Stillgelegte Verfüllbereiche

Blick von der Kuppe des Altbereiches Richtung Norden

Altkörper, 1. nördliche Erweiterung und Kuppenerhöhung

Die erste Verfüllung und damit die Inbetriebnahme dieses Deponiestandortes erfolgte ab 1972 mit Asche aus der MVA Düsseldorf, Hausmüll (mit geringem organischem Anteil) sowie brennbaren und nicht brennbaren Abfällen aus Industrie und Gewerbe. Die Verfüllung erfolgte bis ca. 1992/1994.

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Altkörper, 1. nördliche Erweiterung und Kuppenerhöhung

Altkörper

Wie eine Vielzahl von Altdeponien besitzt der Altkörper der Zentraldeponie Hubbelrath keine vollständige qualifizierte Basisabdichtung, da zur damaligen Zeit noch keine rechtlichen Vorgaben in Bezug auf Deponieabdichtungssysteme existierten. Die gesamte Deponietechnik befand sich noch in den Kinderschuhen und sollte sich erst im Laufe der nächsten Jahrzehnte entwickeln. Daher verbesserten sich die ausgeführten Abdichtungen mit fortschreitender Deponieeinrichtung, entsprechen jedoch nicht dem heutigen Stand der Technik. So wurde beispielsweise in den 1970er-Jahren als Abdichtung der anstehende Lehm unterhalb des Uralt-Teils verdichtet und die obere Schicht von ca. 15 cm wurde durch Zugabe von Kalkhydrat „verbessert“. In allen Teilen wurden oberhalb der Abdichtungskomponenten in einem mineralischen Flächenfilter bereits Dränageleitungen verlegt, um anfallendes Sickerwasser fassen und ableiten zu können. Diese Einrichtungen werden teilweise bis zum heutigen Zeitpunkt betrieben.

Grundwasserverunreinigung

Wenn man bedenkt, dass in diesem Zeitraum anderorts auch Kiesgruben ohne Basisabdichtung mit Abfällen verfüllt wurden, stellte die Bauausführung am Standort der Zentraldeponie Hubbelrath für die damalige Zeit bereits einen hohen Standard dar. Dennoch wurde im südlich angrenzenden Abstrombereich des Altkörpers eine räumlich eng begrenzte Grundwasserverunreinigung festgestellt, die laut einer Machbarkeitsstudie zur Sanierung dieses Grundwasserschadens mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Austräge aus dem Altteil der Deponie hervorgerufen wird.

1. nördliche Erweiterung

Die sogenannte 1. nördliche Erweiterung ist der flächenmäßig kleinste Teilbereich der Zentraldeponie Hubbelrath. Der Verfüllung dieses Bereiches, der sich an den nördlichen Bereich des Altkörpers anschließt und der inzwischen fast vollständig von der 2. nördlichen Erweiterung überlagert wird, erfolgte in den Jahren 1984/1985. Es wurden ähnliche Abfälle wie im Altkörper eingebaut.

Kuppenerhöhung

Nach Verfüllung des Altteils der Deponie wurde auf dem aufgeschütteten Plateau der Deponieabschnitt „Kuppenerhöhung“ eingerichtet. Der Zeitraum der Verfüllung erstreckte sich von 1996 bis 2003 hauptsächlich mit verunreinigten Böden, Schlacken/Aschen und Bauschutt/Erdaushub mit Verunreinigungen. Vor der Ablagerung wurde auf dem Altkörper eine Zwischenabdichtung aufgebracht, die den heutigen Qualitätsstandards schon sehr nahekommt. Von oben nach unten betrachtet besteht sie aus: 30 cm Schmelzkammergranulat 0/12 mm bzw. Filterschicht 0/32 mm als Flächenfilter, 5 cm Sandschutzschicht 0/2 mm, Kunststoffdichtungsbahn aus PEHD mit d = 2,5 mm, 50 cm mineralische Dichtung mit 2-lagigem Aufbau, 50 cm Müllverbrennungsasche und Gießereialtsand als Auflagerschicht.

Oberflächenabdichtung folgt

Die Kuppenerhöhung konnte auf Grund der noch nicht vollständig abgeschlossenen lokalen Setzungen bisher noch nicht mit einer qualifizierten Oberflächenabdichtung versehen werden.