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Jede Deponie erhält eine qualifizierte Basisabdichtung, die ein Eindringen von Wasser und Stoffen aus der Deponie in das Grundwasser verhindert

Klassen, Spezifikationen und Richtlinien

Welche Abfälle auf einer Deponie abgelagert werden dürfen, wird durch die Deponieklasse bestimmt, ergänzt durch den Abfallkatalog und die Zuordnungskriterien. Deponien werden grundsätzlich in verschiedene Klassen eingeteilt, von Klasse 0 bis III für oberirdische Deponien. Die Deponieklassen unterscheiden sich durch die Zuordnungswerte (Höhe der Schadstoffgehalte) der Abfälle. Welche Art von Abfällen eingebaut werden dürfen, regelt der für die einzelne Deponie festgelegte Abfallkatalog. Darin sind alle erdenklichen Abfälle mit einem Nummerncode versehen und beschrieben. Diese Abfallschlüssel haben europaweit Gültigkeit.

Definition und Klassen einer Deponie

(lt. Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW):
Deponien sind Abfallbeseitigungsanlagen für die unbefristete Ablagerung von Abfällen. Je nach Schadstoffgehalt werden die Abfälle Deponieklassen zugeordnet, die einen unterschiedlichen Grad an Sicherheitsvorkehrungen vorsehen. Zuordnungswerte für den Schadstoffgehalt bestimmen, welcher Abfall auf Deponien welcher Klasse abgelagert wird.

Folgende Deponieklassen sind zu unterscheiden:

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Deponien verfügen über Sicherungssysteme und Betriebseinrichtungen, die eine umweltverträgliche Ablagerung sicherstellen. Je nach Gefährlichkeit des Abfalls sind diese Systeme unterschiedlich aufwändig aufgebaut. Das Ziel ist, Deponien so zu errichten, dass sie emissionsarm sind und so wenig Nachsorgeaufwendungen wie möglich erfordern. Der „Lebenszyklus“ einer Deponie kann in verschiedene Zeitphasen eingeteilt werden, deren Ablauf rechtlich definiert ist und in denen unterschiedliche technische Maßnahmen getroffen werden müssen.
Textquelle: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW unter www.lanuv.nrw.de

Deponieabdichtungen

Jede Deponie erhält eine qualifizierte Basisabdichtung, die ein Eindringen von Wasser und Stoffen aus der Deponie in das Grundwasser verhindert. Dicke, Beschaffenheit und Aufbau dieser Basisabdichtung richten sich nach der vorher festgelegten Deponieklasse, also nach den Abfällen, die dort später abgelagert werden sollen.

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Beispiel Basisabdichtung

Sickerwasser

Niederschlagswasser, das während des Betriebes auf die Abfälle fällt und durch den Deponiekörper sickert, wird als Sickerwasser bezeichnet. Dieses wird kontrolliert gesammelt und regelmäßig analysiert. Die Entsorgung des Sickerwassers aus der Zentraldeponie Hubbelrath erfolgt in der Kläranlage Düsseldorf-Süd.

Stilllegung

Nach Beendigung der Ablagerungsphase geht die Deponie in die Phase der Stilllegung über. Es wird eine Oberflächenabdichtung auf den Deponiekörper aufgebracht. Diese wird dauerhaft mit der Basisabdichtung verbunden. So wird die komplette Ablagerung eingekapselt und ein Austreten von Stoffen verhindert.

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Beispiel Oberflächenabdichtung

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Beispiel Anschluss Oberflächen- an Basisabdichtung

Nachsorgephase

Nach der erfolgten Schlussabnahme der Abdichtung durch die Behörde und der endgültigen Stilllegung beginnt die Nachsorgephase. Der Betreiber der Deponie ist weiterhin für die Deponie verantwortlich und Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen werden weiterhin durchgeführt. Werden bei bestimmten Medien (z.B. im Sickerwasser) vorgegebene Grenzwerte unterschritten, kann der Deponiebetreiber die Entlassung aus der Nachsorge bei der Bezirksregierung beantragen.

Phasen einer Deponie

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