keyvisual Ökologie

Die Planung neuer Deponieabschnitte orientiert sich in erster Linie am Bedarf und an der Möglichkeit einer allgemeinwohlverträglichen Umsetzung

Die Süderweiterung wird in Angriff genommen

Die Zentraldeponie Hubbelrath sichert das notwendige Ablagerungsvolumen für DK II-Abfälle im Einzugsgebiet Düsseldorf bis Ende 2018. Um die Abfallentsorgung darüber hinaus gewährleisten zu können, bedarf es der Schaffung neuer Deponieflächen. Die größtmögliche Ressourcenschonung wird dabei durch die Erweiterung bestehender Deponiestandorte erreicht. Aktuell erfolgt die Abfallablagerung noch im Bereich der 2. nördlichen Erweiterung. Wenn dieser Bereich komplett verfüllt ist, beginnt die Stilllegungsphase in diesem Deponieabschnitt. Dabei wird der Deponiekörper im nördlichen Teil mit einer Oberflächenabdichtung versehen. Auch der Altteil der Deponie erhält eine Oberflächenabdichtung. Zur Sanierung der ermittelten Grundwasserverunreinigungen im südlichen Abstrom der Deponie liegt ein Sanierungsplan zur Genehmigung bei der Bezirksregierung Düsseldorf vor. mehr

Maßnahmen zur Süderweiterung der Deponie

Kurz vor Abschluss der Ablagerungen im derzeitigen Bereich beginnen die Vorbereitungen für die Einrichtung der Süderweiterung. Hierzu erfolgt der Rückbau der Betriebsflächen im Westen der Deponie, zum Beispiel der Waage und der Büros. Diese werden zusammen mit dem Annahmebereich für private Nutzer nach Süden in den neu geplanten Eingangsbereich verlegt.
Zudem muss ein neues Regenrückhaltebecken mit vorgeschaltetem Absetzbecken im Südosten der geplanten Süderweiterung errichtet werden. Das anfallende unbelastete Niederschlagswasser wird über Gräben und Rohrleitungen im freien Gefälle zu diesem neuen Becken geleitet. Von dort aus wird es gedrosselt in den Hubbelrather Bach eingeleitet und somit dem natürlichen Kreislauf zugeführt.
Durch eine Zaunanlage wird der gesamte neue Deponiebereich gegen den Zutritt unbefugter Personen gesichert.
Auch der derzeit am südlichen Deponierand verlaufende öffentliche Weg wird verlegt. Dieser wird zukünftig weiter südlich entlang der neuen Deponiegrenze verlaufen. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Wegverbindung zwischen Hubbelrather und Rotthäuser Bachtal erhalten bleibt.

Erweiterung der Deponie – Schritt für Schritt

Die eigentliche Deponieerweiterung wird in drei Bauabschnitten erfolgen. Für die Herstellung eines Planums für den ersten Abschnitt sind umfangreiche Erdarbeiten erforderlich. Die dabei abgetragene Erde wird im Bodenlager zwischengelagert und kann für die Rekultivierung des Deponiestandortes genutzt werden. Auf dem geschaffenen Planum wird ein Basisabdichtungssystem nach höchsten Qualitätsansprüchen hergestellt.

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Abbildung: Aufbau Basisabdichtungssystem

Ablauf der Erweiterung

Durch die Verfüllung dieses Bauabschnittes wird die bisher bestehende steile Böschung des Altkörpers überdeckt. Zudem verlängert sich der Deponiekörper gen Süden und wird mit deutlich flacheren Böschungsneigungen im Vergleich zum Altkörper hergestellt. Die Deponie fügt sich somit optimal in das umgebende Landschaftsbild ein. Der erste Deponieabschnitt der Süderweiterung wird nach seiner Fertigstellung etwa sechs Jahre betrieben. Vor der Vollfüllung des ersten Abschnittes wird mit der Einrichtung des zweiten Bauabschnittes im südöstlichen Bereich begonnen. Im Wesentlichen wird dieser Abschnitt genauso wie der vorhergehende bearbeitet. Während in diesem Bereich Abfall abgelagert wird, kann der erste vollständig verfüllte Deponieabschnitt bereits mit einem Oberflächenabdichtungssystem abgedeckt werden. So wird die Sickerwassermenge deutlich reduziert werden.

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Abbildung: Aufbau Oberflächenabdichtungssystem

Für den zweiten Abschnitt werden acht Jahre Nutzung nach Abschluss des ersten Bauabschnittes eingeplant.

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Abbildung: Der Zeitplan zur Süderweiterung der Zentraldeponie Hubbelrath sieht eine mehrstufige Erweiterung vor.

Abschluss und Nachsorge

Rechtzeitig vor Vollfüllung des 2. Abschnitt, wird die Einrichtung für den dritten Bauabschnitt vorgenommen. Für die Verfüllung des letzten Abschnittes sind dann noch vier Jahre nach Abschluss des zweiten Bauabschnittes berechnet. Nach Abschluss des Deponiebetriebs wird auch auf den zuletzt verfüllten Flächenbereichen ein Oberflächenabdichtungssystem aufgebracht. Sämtliche Flächen, die bisher für den Deponiebetrieb notwendig waren (befestigter Eingangsbereich, Bodenlager, Waage etc.), werden zurückgebaut und in ihren Urzustand überführt. Alle Einrichtungen, die auch zukünftig der Überwachung der Deponie dienen (Grundwassermessstellen, Sickerwasserschächte etc.), bleiben erhalten. Sie werden in der anschließenden Nachsorgephase noch für mehrere Jahrzehnte überwacht.