keyvisual Ökologie

Durch die Entwicklung des Gebietes zurück zur Ursprungslandschaft entsteht ein wertvolles Naherholungsgebiet für Düsseldorf und Umgebung

Zurück zur Ursprungslandschaft

Nachdem die Verfüllung eines Deponieabschnittes abgeschlossen und das Oberflächenabdichtungssystem aufgebracht wurde, kann die Rekultivierung des Geländes erfolgen. Die Maßnahmen orientieren sich an der historischen Kulturlandschaft. Durch Luftbilder von 1927 und 1958 ist belegt, dass der Deponiestandort von Grünland bestimmt war. Der Westen der Deponie wurde von Borstengrasrasen, Gebüschen und Wacholderbeständen dominiert. Diese Vegetationsformen haben den Vorteil, dass durch die geringe Wurzeltiefe eine Beschädigung der Entwässerungsschicht des Abdichtungssystems minimiert wird. Hierdurch können Rutschungen im Böschungsbereich verhindert werden. Grundvoraussetzung für die Gestaltung dieses Naturraumes ist die Nutzung der natürlich anstehenden Böden für die Rekultivierungsschicht. Für eine bessere Gliederung der Flächen sowie zur besseren landschaftlichen Einbindung ist die Anlage von Gehölzstreifen erforderlich.

Maßnahmen zur Landschaftsplanung

Für die Erweiterung nach Süden werden mehrere Kompensationsmaßnahmen in unmittelbarer Nähe zur Zentraldeponie Hubbelrath durchgeführt. So wird durch Aufforstungen im Norden der Buchenwaldbestand erhalten und durch Umbau der Nadelbestände zu Buchenwäldern sogar erweitert. Zudem werden Teilabschnitte des Hubbelrather Baches renaturiert. Das gesamte Umfeld soll nach historischem Vorbild zu Extensivgrünland, Magerrasen und Gehölzbiotopen entwickelt werden.
So wird die Deponie optisch in das Umfeld eingebunden und darüber hinaus wird die Erholungseignung des gesamten Gebietes erheblich verbessert.
Die Rasensaat wird an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Durch Beweidung mit Schafen oder als einschürige Wiese soll das Gebiet dauerhaft unterhalten werden. Die Bepflanzung erfolgt ausschließlich mit Gehölzen gebietseigener Herkunft. Auch die Flächen der zurückgebauten Betriebseinrichtungen werden begrünt. Hier wird der Untergrund aufgelockert und mit kulturfähigen Böden aus der Region wieder abgedeckt.
Besonderes Augenmerk wird auf den Hubbelrather Bach und die anschließenden Kuppenlagen gelegt. Sie stehen für landschaftspflegerische Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung zur Verfügung.
Bestimmt durch die natürlichen Standortbedingungen werden gebietstypische Hainsimsen-Buchenwälder und Auewälder entwickelt. Dazu werden nicht lebensraumtypische Baumarten entnommen, um den gebietstypischen Bäumen Raum zu geben.

zdh suederweiterung gesamtrekultivierungsplan

Gesamtrekultivierungsplan mit Süderweiterung

Der Hubbelrather Bach wird wieder natürlich

Der Hubbelrather Bach bekommt seine ursprüngliche Form zurück. Die Stauanlage und das Rahmenbauwerk werden abgerissen. Eine „Raue Rampe“, die als Furt ausgebildet wird, nimmt den Platz ein. Weiterhin werden die Uferbefestigungen und Hybridpappeln an den Ufern entfernt.
Auf den intensiv genutzten Acker- und Grünlandflächen wird Magergrünland entwickelt. Wenn möglich, wird dafür gebietseigenes Saatgut verwendet. Für die Aue ist eine Beweidung mit Rindern vorgesehen. Teil dieses Beweidungskonzeptes sind Aue, Hochstaudenflure mit Röhrichten, Hubbelrather Bach, Brachflächen mit Neophyten und Erlen-Feuchtwald, Weidegebüsche und Feldgehölze.
Durch die geplante Süderweiterung werden Grünflächen überbaut. Diese Grünflächen werden ortsnah wieder hergestellt. Dies geschieht durch die Umwandlung von bisher intensiv genutzten Ackerflächen zu extensivem Grünland.