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Rekultivierung der ZHD in Düsseldorf

Stilllegung und Nachsorge mit Blick auf Natur- und Umweltschutz

Recyclingquoten steigen kontinuierlich, Abfall­vermeidung und „Recycling by design“ sind das Gebot der Stunde. Doch trotz des über die Jahre gewachsenen Umwelt­bewusstseins kann unsere Gesellschaft aufgrund eines weiterhin hohen Abfall­aufkommens noch nicht auf Deponien verzichten. Neben der sicheren Beseitigung von Abfällen gehören die verantwortungsvolle Nachsorge und die naturnahe Still­legung zum Haupt­augenmerk der Zentraldeponie Hubbelrath.

Harmonische Landschaft während des Betriebs

Die Deponie ist in verschiedene Abschnitte eingeteilt, die nacheinander eingerichtet und verfüllt werden. Bereits in der Ablagerungs­phase hergestellte Böschungen werden vor endgültiger Rekult­ivierung temporär begrünt. Damit fügt sich die Deponie schon zu diesem frühen Zeit­punkt harmonisch in die Landschaft ein.

Renaturierung zum Naherholungsgebiet

Die Zentraldeponie Hubbelrath GmbH verantwortet eine Vielzahl von Maßnahmen zur Ver­meidung und zur Ver­minderung von Emissionen im Rahmen der Deponie­einrichtung und des Deponie­betriebs. Sie trägt zusätzlich dafür Sorge, dass nach Abschluss der Ablagerungs­phase die Umwelt­auswirkungen auf die Landschaft minimiert werden. Ziel ist die Schaffung eines Naherholungs­gebiets. Zu den Aktivitäten in diesem Zusammen­hang gehören z. B. die Begrenzung der Deponie­erhöhung auf ein der Umgebung angepasstes Maß und die ästhetisch-visuelle Einbindung des Deponie­körpers in die vorhandene Landschafts­struktur. Darüber hinaus wird das unbelastete Oberflächen-/Niederschlagswasser in den benachbarten Hubbelrather Bach und damit in den natürlichen Kreis­lauf zurückgeführt.

Freiflächen für viele Vogelarten als Nahrungs- und Lebensraum

Bereits während des aktuell laufenden Deponie­betriebes werden zahlreiche Umweltmaßnahmen umgesetzt. Bei der letzten Kartierung wurden auf dem Deponie­gelände insgesamt 67 verschiedene Vogel­arten und sieben Fleder­mausarten nachgewiesen, einige davon mit angestammtem Revier (und Brutverdacht oder -nachweis), andere als Nahrungsgast oder Durchzügler, davon 51 Arten als Brutvogel- und 16 als Gastvogelarten.

Von den beobachteten 67 Vogel­arten gelten neun nach dem Rote-Liste-Status für Deutschland als gefährdet oder im Bestand zurückgehend. Darüber hinaus sind mehr als zehn verschiedene Vogel­arten in der Roten Liste für NRW und die Region Bergisches Land, Sauer- und Siegerland als stark gefährdet, gefährdet, zurückgehend oder von Schutz­maßnahmen abhängig bezeichnet. Die angetroffenen Fleder­mausarten gelten sämtlich als streng geschützte Arten.

Auch wenn sich benachbarte landwirtschaftlich genutzte Frei­flächen für viele Vogel­arten als Nahrungs- und Lebensraum eher eignen als der Deponie­körper selbst, so leistet er doch schon jetzt einen wichtigen Beitrag für den Verbund von Biotopen und Populationen. Dies wird im rekult­ivierten Zustand noch stärker zum Tragen kommen.